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The devil is in the detail

Ein einziger Buchstabe oder nur ein kleines Wort können schnell die gesamte Bedeutung einer Aussage ändern.

So kann zum Beispiel die Bedeutung des Wortes „ride“ je nach Kontext stark variieren.

„To go for a ride“ beschreibt eine Spritztour, „to give someone a ride“ dagegen „jemandem eine Mitfahrgelegenheit anbieten“.

Aber Achtung, seien Sie kein blinder Passagier! „To take someone for a ride“ bedeutet „jemanden reinlegen“ oder sogar ernsthaft hintergehen.

Leichenschau statt Sportgenuss?

Sie schwärmen vom Public Viewing? Im Amerikanischen versteht man darunter niemals den Fußballgenuss auf einer Leinwand in heiterer Gruppe. In den USA hat das Wort „public viewing“ einen makaberen Beigeschmack: Es wird als öffentliche Aufbahrung unbekannter Toter, in der Hoffnung, diese damit zu identifizieren, verstanden.

Do it English Code Style und vermeiden Sie dieses Fettnäpfchen!

Mit „public screening of e.g. the European Championship games“ wird weltweit Sport & Spaß assoziiert.

Schwangere Argumente?

„Thank you for this pregnant argument/hint“ - damit haben wir uns für das schwangere Argument/den schwangeren Hinweis bedankt. Eigentlich ist uns klar, dass „pregnant“ schwanger heißt. Dennoch rutscht uns „pregnant“ schnell über die Lippen, wenn wir das deutsche „prägnant“ auf Englisch ausdrücken wollen.

Do it English Code Style und vermeiden Sie dieses Fettnäpfchen!

„Succinct“ und „concise“ sind die direkten Übersetzungen für „prägnant“. Ein „prägnantes Design/Muster“ ist „eye-catching“ und „wichtig/bedeutungsvoll“ ist „important/impactful“. So formulieren wir weltweit nicht bedeutungsschwanger, sondern klar und verständlich!

Ernste Rasierer?

Die Aussprache eines Wortes kann von entscheidender Bedeutung sein. Wir deutschen Muttersprachler betonen das englische Wort „series“ (z.B. in TV series oder product series) wie „serious“ (deutsch: ernst). Somit wird in diesem Werbespot (Link) aus der „Rasierer Produktserie“ der „ernste Rasierer“.

Do it English Code Style und werden Sie verstanden!

Die korrekte Aussprache von series ist se·ries [ˈsəri:z, Am ˈsɪri:z].

Wenn aus Irritationen echter Ärger wird

Mein deutscher Kunde war über einen Beschluss aus dem US-Headquarter verwundert. Er vermochte diesen nicht nachzuvollziehen. „Our team is irritated“ lautete seine Reaktion, die die US-Kollegen verärgerte. Während das Wort „irritiert“ bei uns die Konnotation von „verunsichert/verwirrt/verblüfft“ haben kann, wird es im Amerikanischen viel stärker im Sinne von „annoyed“ also „verärgert/vor den Kopf gestoßen“ verstanden.

Do it English Code Style und werden Sie verstanden!

Gerade für Mails gilt: Bitte das Wort „irritated“ vermeiden!

Mit „Have we understood you correctly? We wonder why...?“ oder „Our team is surprised/uncertain/puzzled...“ haken Sie auch in unangenehmen Situationen gekonnt professionell nach.

Dick statt großartig?

Eigentlich wollte Katarina Witt als Jurorin der englischen TV-Show „Dancing on Ice“ zuvorkommend sein. Ihr nett gemeintes „You are a big women“ ließ die „Gelobte“ in Tränen ausbrechen und schockte ein Millionenpublikum. Seit Tagen muss sich Frau Witt einer aufgebrachten Presse entschuldigend stellen.

Do it English Code Style und vermeiden wir dieses Fettnäpfchen!

„Big” bedeutet nicht „groß/großartig“, sondern „dick“ und kann deshalb nicht wohlmeinend verstanden werden.

Damit Sie „big in business“ bleiben:

Mit Worten wie

  • a great, professional, successful, top-notch businesswoman/man
  • a leading, opinion-making statesman/politician/journalist
  • an admirable, great woman/man

kommt Ihre Anerkennung auch als Lob an!

„Pull-under”? Christmas shopping at its best

Im schönen Edinburgh versucht eine beflissene Verkäuferin deutsche Kundinnen, die nach „Pullundern“ suchen, zu verstehen. Die korrekte Vokabel „sweater vest“ ist uns dabei jedoch eher fremd.

Auch wenn wir auf Englisch nach den bei uns so beliebten, praktischen „body bags“ fragen, erkundigen wir uns eigentlich, wo wir bei Marks & Spencer oder Debenhams die „Leichensäcke“ finden. Mit dem Ausdruck „cross-body bag“ hingegen werden Sie verstanden.

Und wenn Sie sich zu den Feiertagen so richtig in Schale werfen möchten, tragen Sie im Englischen besser einen „tuxedo“ anstelle eines „Smokings“.

Was assoziiert Ihr internationaler Geschäftspartner mit dem Wort „beamer“?

a) Beamer
b) Das Anschlusskabel für einen Beamer
c) BMW

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Im Englischen wird „beamer“ anders assoziiert. Es ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Fahrzeuge der Marke BMW.

Wie lautet die Übersetzung für „Eventuell können wir das Projekt schon morgen abschließen“?

a) Let’s cross our fingers. Eventually we will round off our project tomorrow.
b) Eventually we will finish off the project by tomorrow.
c) We might finish off the project by tomorrow.

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Nur c ist richtig. Vorsicht Fettnäpfchen! „Eventually“ ist ein „false friend“, denn es bedeutet nicht „vielleicht/eventuell“ sondern „irgendwann/eines Tages (eher mit der Konnotation: in ferner Zukunft).

Warum konnte der Rezeptionist eines Londoner Hotels nicht sofort verstehen, als ihn sein Gast mit den Worten: „Oh yes, I want to stand up at six o’clock...“ um einen Weckruf bitten wollte?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Der Deutsche hatte den Rezeptionisten wissen lassen: „Oh ja, ich möchte um sechs Uhr aufrecht im Bett stehen“. Aufstehen im Sinne von „aus dem Bett steigen“ ist „get up“.

„Hey Jörg, my friend, will the Patriots win? What do you think?“, wurde mein deutscher Kunde zur fröhlichen Superbowl Party begrüßt. „Well, I don’t know much about American Football. The chances are 50%. So the Patriots will win eventually“, antwortete Jörg und blickte in verdutzte Gesichter. Wortwörtlich: „ Nun, ich kenne mich mit American Football nicht aus. Die Chancen stehen bei 50%. Die Patriots werden eines Tages/irgendwann/in weiter Zukunft gewinnen“. Letzteres mag kein Fan so kurz vor Spielbeginn hören.

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Auch zu anderen Gelegenheiten rutscht es uns nur allzu schnell über die Lippen – das „eventually“. „Eventually“ bedeutet aber „irgendwann/zu guter Letzt/am Ende des Tages“. „Eventuell“ übersetzen Sie besser mit „possibly“. Ganz wichtig: ein „eventueller Verlust“ ist ein „potential loss“.

Welche der folgenden Optionen sind korrekte Übersetzungen für „die momentane/aktuelle Situation“?

a) the actual situation
b) the current situation
c) In the moment, the situation is...

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Nur b ist richtig. Vorsicht Fettnäpfchen! „Actual“ ist einer unserer Lieblings „false friends“, denn „actual“ bedeutet nicht „aktuell“, sondern „tatsächlich“. Und die korrekte englische Präposition für „im Moment“ lautet „at the moment“.

Wie übersetzen Sie „Ich bin der Meinung ..." am stilvollsten?

a) I am of the opinion...
b) I think...
c) In my opinion...

Die Dolmetscherin Susanne Kilian weiß: „Grammatikalisch richtig sind alle drei Antworten und wir deutschen Muttersprachler lieben das Wort „opinion“. Mehr Stil beweisen wir allerdings mit I think oder What do you think?, sonst wirken wir schnell vollkommen ungewollt „opinionated“, also rechthaberisch.

„There's no second chance for a first impression“ heißt es so weise. Deshalb sind die richtigen Worte bei der Begrüßung entscheidend. Wo liegt der Unterschied zwischen „Good to meet you“ und „Great to see you“?

Dolmetscherin Susanne Kilian kennt den Unterschied: Wir deutschen Muttersprachler verwenden gerne „Good to meet you“. Im Englischen benutzt man diesen Satz ausschließlich beim ersten Treffen, dem Kennenlernen. Danach gilt „Great to see you (again)“ bei Folgetreffen. Ersetzen Sie „good“ mit „great“ – so klingen Sie gleich viel professioneller.

Eine Verhandlung steht an und Sie steuern den Konferenzraum an. Auf dem Weg dorthin treffen Sie einen englischsprachigen Kollegen. Was will er Ihnen sagen, wenn er Sie wissen lässt „Watch out, John is an old-timer“?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Ihr Kollege will Sie darauf hinweisen und unter Umständen warnen, dass Geschäftspartner John ein „alter Fuchs“ ist. Einer, der die Branche seit Jahrzehnten in und auswendig kennt und als Verhandlungspartner eine echte Herausforderung sein wird.

Wie lautet die korrekte Übersetzung des folgenden Satzes: „Ich sende Ihnen eine SMS, sobald ich in NYC angekommen bin“?

a) I will reconfirm my arrival in NYC via SMS.
b) I am going to sms on arrival in NYC.
c) I am going to text you on arrival in NYC.

Die Dolmetscherin Susanne Kilian warnt: Vorsicht Fettnäpfchen! Von den drei Möglichkeiten ist lediglich Satz c richtig: „I am going to text you on arrival in NYC“. Das Wort „smsen“ gibt es im Englischen nicht. Hier wird der Ausdruck „to text“ benutzt.

Wie erkundigen Sie sich korrekt nach den „Neuigkeiten aus der Branche“?

a) Any news from the branch?
b) Any news from the industry?
c) Any news from the business?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Vorsicht Fettnäpfchen! Die richtige Antwort ist b). „Branch“ ist der Ast oder die Bankfiliale – wohingegen das Wort „business“ zu allgemein und damit nur bedingt verständlich ist. Sie sind ja neugierig auf Nachrichten Ihrer Branche, also Ihrer „industry“. „Industry“ ist auch genau das richtige Wort, wenn Sie in der Dienstleistungs-/Service-/Informationsbranche tätig sind.

Der kleine, aber feine Unterschied: Warum können Sie schnell seltsame Blicke ernten, wenn Sie einen Kollegen loben wollen und ihn dabei als „clever“ bezeichnen?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Vorsicht Fettnäpfchen!

Das englische Wort „clever“ hat die Konnotation von „gerissen“ oder „schlau“; das heißt also, es schwingt eine negativ konnotierte Bedeutung mit. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie einen Menschen als „smart“ bezeichnen. Dieser Begriff kommt unserem deutschen Verständnis des Wortes „clever“ sehr viel näher.

Ihre Kollegin trägt eine komplexe Präsentation vor, der schwer zu folgen ist. Zur Veranschaulichung möchten Sie die Rednerin darum nach einem konkreten Beispiel aus der Praxis fragen. Warum ernten Sie verdutzte Blicke, wenn Sie die Kollegin um ein „concrete example“ bitten?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Vorsicht Fettnäpfchen!

Das englische Wort „concrete“ ist mitnichten die Übersetzung des deutschen Begriffs „konkret“, sondern heißt vielmehr „Beton“. Auf der sicheren Seite sind Sie daher, wenn Sie die Kollegin um ein „specific example“ bitten.

Einer der Seminarteilnehmer von Dolmetscherin Susanne Kilian „zerbrach sich den Kopf“, als er beim Besuch eines American Football-Spiels mit englischsprachigen Kollegen die Frage: „Do you know the ropes?“ hörte. Was wollten seine Kollegen bloß von ihm wissen?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Die Kollegen machten sich einfach nur Sorgen, ob ihr deutscher Gast auch mit den Gepflogenheiten des amerikanischen Spiels vertraut sei. „To know the ropes“ bedeutet „die Spielregeln kennen“. Und „sich den Kopf zerbrechen“ übersetzt man mit „to rack one’s brain“.

Redewendungen in einer Fremdsprache sind immer wieder eine echte Herausforderung. Was bedeutet im Englischen zum Beispiel die Floskel „Every Tom, Dick and Harry“ oder „Every Jim, Jack and Joe“? Und was heißt eigentlich „ins Fettnäpfchen treten“ auf Englisch?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: „Every Tom, Dick and Harry“ gibt es im Deutschen eigentlich ganz ähnlich: „Hinz und Kunz“ sind nämlich damit gemeint. Alternativ gebraucht man im Englischen auch „Every Jim, Jack and Joe“. Und das Fettnäpfchen übersetzt man so: „to put one’s foot in one’s mouth.

Ein deutscher Unternehmer war über einen Beschluss aus dem „US headquarter" verwundert. Er vermochte diesen nicht nachzuvollziehen. „Our team is irritated“, lautete seine Reaktion in einer E-Mail, die die US Kollegen verärgerte. Warum?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Während das Wort „irritiert“ bei uns die Konnotation von „verunsichert/verwirrt/verblüfft“ haben kann, wird es im Amerikanischen viel stärker im Sinne von „annoyed“, also „verärgert/vor den Kopf gestoßen“ verstanden. Mit „Have we understood you correctly? We wonder why...?“ oder „Our team is surprised/uncertain/ puzzled...“ haken Sie auch in unangenehmen Situationen professionell nach.

In einer Diskussionsrunde bedankt sich ein Teilnehmer bei seinem englischen Gesprächspartner: „Thank you for this pregnant argument“. Er erntet Gelächter von den anderen Teilnehmern. Warum?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: Mit diesem Satz hat sich der Teilnehmer für das schwangere Argument bedankt. Obwohl wir alle wissen dass „pregnant“ schwanger heißt, rutschen uns in der Hitze des Gefechts solche Fehler schnell von den Lippen. Mein English Code Tipp: „Succinct“ oder „concise“ sind die direkten Übersetzungen für „prägnant“. „Wichtig“ oder „bedeutungsvoll“ heißt „important“ oder „impactful“. So formulieren Sie weltweit klar und verständlich und nicht bedeutungsschwanger!

Sie schwärmen vom Public Viewing? Im Amerikanischen versteht man darunter nicht den Fußballgenuss auf einer Leinwand in heiterer Gruppe, sondern was?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: In den USA hat der Begriff „public viewing“ einen makaberen Beigeschmack. Er wird als öffentliche Aufbahrung unbekannter Toter, in der Hoffnung, diese damit zu identifizieren, verstanden. Mein English Code Tipp: Mit „public screening of e.g. the European Championship games“ wird weltweit Sport und Spaß assoziiert.

Eigentlich wollte Katarina Witt als Jurorin der englischen TV- Show „Dancing on Ice“ zuvorkommend sein. Ihr nett gemeintes „You are a big women“ ließ die Angesprochene in Tränen ausbrechen und schockte ein Millionenpublikum. Warum musste sich Frau Witt einer aufgebrachten Presse entschuldigend stellen?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: „Big“ bedeutet nicht „groß/großartig“, sondern „dick“ und kann deshalb nicht wohlmeinend verstanden werden. Mein English Code-Tipp damit Sie „big in business“ bleiben: Mit Worten wie „a great, professional, successful businesswoman/man“ oder „a leading, opinion making journalist“ oder „an admirable, great woman/man“ kommt Ihre Anerkennung auch als Lob an!

Nach erfolgreicher Zusammenarbeit sagen Sie zu Ihrem amerikanischen Geschäftspartner: „You did a good job“. Der ist enttäuscht. Warum?

Susanne Kilian, Dolmetscherin: „You did a good job“ wird nicht immer als Lob verstanden. Mein English Code-Tipp: Zustimmung wird mit „great“, „marvelous“ oder „fantastic“ aus- gedrückt.